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Ausschnitt aus meinem Gemälde
"Gereonstor / Außenseite”

Gereonstor Aussenseite 2

Diese Tor hatte als einziges am feldseitigen Zinnenkranz Wurferker. Warum nur hier, ist nicht überliefert. Im Falle eines Angriffs  oder einer  Belagerung hätte man  durch diese Erker Steine herunter geworfen. Teures  Pech oder Öl hätte man nicht benutzt, weil dieses schwierig zu beschaffen war und man es  nur mit großen Holzmengen hätte erhitzen können.
Allerdings hat nie ein Angriff stattgefunden.
Bis zum Abbruch der Mauer war das Tor  am besten erhalten und galt als sehr interessanter Wehrbau. Im Staatsvertrag mit Preussen war vorgesehen, drei Tore zu erhalten. Da der  Rat  aber kurzfristig entschied, das Hahnentor stehen zu lassen, wurde  das Gereonstor  leider  1882 abgerissen.


Ausschnitt aus meinem Gemälde
"Gereonstor / Innenseite”

Gereonstor Innenseite 2

Durch dieses Tor führte keine Straße. Außerdem befand es sich in der Stiftsimmunität von St. Gereon. Es hatte also keinerlei Verkehrsbedeutung und wurde deswegen frühzeitig  ohne jeden Durchlass zugemauert.
Es diente, wie auch andere kölner Stadttore, als Gefängnis. Hier in diesem gab es sechs Kerker, Besonders gefürchtet war das berüchtigte „Gereonsloch“. Es war wortwörtlich ein großes Loch im Boden, in das der Verurteilte mittels eines Seiles herab gelassen wurde. Dort verrottete er oft viele Jahre bei Wasser und Brot. Die Notdurft wurde auch nicht unbedingt entfernt. Nur einmal im Jahr gab es frisches Stroh. Solche Strafen und dieses leidvolle Leben ist für uns heute nicht mehr vorstellbar. Laut Überlieferung wurden die Insassen des Kerkers oft vergessen und starben auch dort.

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